Outlook AutoComplete Cache neu aufbauen

Verfasst am 24.12.2018 in Office-365, Outlook 2010 / 2013 / 2016

E-Mail-Adressen und Namen werden nicht in Form der AutoComplete-Funktion gespeichert und müssen ständig neu eingegeben werden.
Nach Neustart von Outlook müssen immer wieder die Empfänger neu eingegeben werden, anstatt diese über bereits einmal eingegebene Namen aufrufbar sind.

Grund:

Die ausgeführten Eingaben werden in einer Datei abgespeichert. Diese Datei fungiert als Cache-Datei welche nun an dieser Stelle nicht ordnungsgemäß generiert, verändert oder permanent behalten wird. Gerne verliert auch Outlook nach Updates oder bei Änderungen der Exchange-Serverdaten die Zuweisung zur alten Cache-Datei – oder die Datei ist korrupt und kann somit nicht mehr gelesen werden.

Lösung:

Zuerst sollte man prüfen, ob diese spezifische Cache-Datei vorhanden ist.
Die betroffene Datei heißt „Stream_Autocomplete_<GUID>.dat“.
An dieser Stelle bedeutet <GUID> Globally Unique Identifier und wird von der Anwendung selbst generiert – je nach angelegte Profile und Anzahl von E-Mail-Konten.

Die Elemente sind unter dem folgenden Pfad zu finden „%LOCALAPPDATA%\Microsoft\Outlook\RoamCache“

Bevor man die unten genannte Zeilen Beachtung schenkt:
Durch das Ausführen des Befehls, wird das gesamte Outlook Autocomplete-Cache gelöscht.
Sicherheitshalber empfehle ich hier immer: Wegkopieren. Man kann z.B. die Autocomplete-Datei wiederverwenden – später mehr.

Ist man sich dem sicher führt man folgendes aus:

WIN + R
Outlook.exe /CleanAutoCompleteCache

Der Schalter „/CleanAutoCompleteCache“ ist einer von vielen Outlook-Schalter. Damit wird das Outlook AutoComplete-Cache gelöscht und zum nächsten Start sollten alle Eingaben in eine neue Datei laufen.

Testen:

Getestet wird einfach, indem eine neue E-Mail verfasst der Empfänger eingetippt und die E-Mail abgeschickt wird.
Sobald dies erfolgt ist, wird eine neue Cache-Datei angelegt.

Dies kann im jetzt bekannten Verzeichnis „%LOCALAPPDATA%\Microsoft\Outlook\RoamCache“ mitverfolgt werden.

Der letzte Schritt ist optional. Kann funktionieren, muss aber nicht.

An dieser Stelle kann man Outlook beenden und wenn man doch die alte AutoComplete-Datei mit allen eingegebenen Inhalten verwenden möchte, so kopiert man den kompletten Dateinamen, löscht die neue „Stream_Autocomplete_<GUID>.dat“ und fügt die alte Datei wieder ins gleiche Verzeichnis ein.
Diese muss aber den selben Dateinamen tragen, wie davor neu generierte Datei.

In den meisten Fällen hat mir dieser Lösungsweg geholfen und wenn das hier nicht wollte, ging es i.d.R. mit einer Reparaturinstallation vom Office-Produkt.